A Clockwork Orange

ORT

Weimar

SEGMENT

Musiktheater

SOFTWARE

StageDesigner-FX

KUND*IN

Deutsches Nationaltheater

USE CASE

Live-Performance

HARDWARE

1x FXServer
2x Live-Kamera

AUFGABE

Die rohe Gewalt in „A Clockwork Orange“ sollte durch eine Komposition aus Video, Licht und Musik auf der Bühne des DNT Weimar inszeniert werden.

Hasko Weber führte 2018 Regie für das Schauspiel „A Clockwork Orange“ nach Anthony Burgess am Deutschen Nationaltheater.

Der Protagonist Alex ist Anführer einer Gang. Gemeinsam ziehen sie gewalttätig durch die Straßen. Dann wird Alex jedoch vom Rest der Gruppe an die Polizei verraten. Im Gefängnis wird er für ein Experiment ausgewählt, in dem er seine Gewaltbereitschaft bewältigen soll.

Die Darstellung von Gewalt auf der Bühne sollte mit Songs der Band „Rammstein“ musikalisch ausgedrückt werden. Video und Licht sollten als weiteres Stilmittel hinzukommen, damit das Schauspiel samt musikalischer Live-Darbietung umso exzessiver wirken konnte.

LÖSUNG

Der Videokünstler Bahadir Hamdemir nutzte StageDesigner-FX und FXServer für ein eindrucksstarkes Bühnenbild mit Live-Kameras, live-audio-reactive Videos und LEDs.

Der am Deutschen Nationaltheater Weimar engagierte Bahadir Hamdemir konzeptionierte den Show-Content für die medienbasierte Komponente der Inszenierung. Im StageDesigner konnte er die vielen Video-, Audio- und Licht-Cues in die wie eine Tabelle aufgebaute Playlist übersichtlich und nachvollziehbar überführen.

Ein zentrales mediales Stilmittel waren Live-Videos, welche mit verschiedenen Kameras aufgenommen wurden. Insbesondere der Selfie-Stick wurde zu einem wichtigen Element. Er stand mit seiner eigentlichen Funktion des harmlos-leutseligen Urlaubsfotos Schießens im harten Kontrast zur Handlung. Verbunden wurde die Live-Kamera wireless über NDI und mithilfe des StageDesigners auf die großflächige Bühnenrückwand gemappt.

Aus der Playlist heraus wurden mehrere Video-Layer getriggert. So wurde eine mit Layern aufgebaute modulare Show erstellt. Durch dieses Tool-Set konnte der Video Artist die Medien flexibel immer wieder überarbeiten und den Show-Content und -Ablauf getrennt voneinander ändern.

Die Videos bearbeitete Hamdemir live, indem er die aufgenommenen Videos im StageDesigner „Live Editor“ mit den Expressions an das Audio koppelte und automatisiert in der Playlist wiedergab. Die Ton-Regie stellte ihm die Live-Musik in Form einer Stereo-Summe bereit, die er über ein RME Audio-Interface in den FXServer einspeiste. Mit dem Audio-Analyzer des StageDesigners konnte er dann diverse Parameter, wie Scaling, Opacity oder Effektparameter, audio-reaktiv steuern. Somit spiegelte sich die Live-Audio-Information der exzessiven „Rammstein“-Musik als visueller Effekt in den projizierten Live-Videos wieder.

Für eine Produktion, wie „A Clockwork Orange“, bei der viele Ausgabegeräte, Inputs und Medien eingesetzt wurden, ist ein spezifisch für solche Anwendungsfälle entwickeltes Computersystem – wie der FXServer – essentiell. Der FXServer mit der StageDesigner-FX Software ermöglichte eine kontrollierte und robuste Steuerung und Ausspielung. Das flexible Medienserver-System bündelte die Vielzahl an Geräten und Tools, um eine performante, störungsfreie Produktion und Live-Performance gewährleisten zu können.

Anwendungen

FXServer
NDI
ASIO-unterstütze Audio-Kanäle

StageDesigner-FX
Keystone
Playlist
Live-Editor
Layer Manager

Credits

Hasko Weber (Regie)
Philip Rubner (Bühne)
Sarah Antonia Rung (Kostüme)
Tom Götze (Musikalische Leitung)
Shuten Inada (Choreografie)
Bahadir Hamdemir (Video)
Eva Bormann (Dramaturgie)